Wahl des Nationalrates vom 18. Oktober 2015:
>>> Resultat EVP Kanton Bern.

 

Am 23. Oktober 2011 habe ich auf der EVP-Liste für den Nationalrat kandidiert.
Mit den erreichten 14'914 persönlichen Stimmen bin ich sehr zufrieden und ich freue
mich, dass Marianne Streiff wieder gewählt wurde - Danke für Ihre Unterstützung!

Auf dieser Seite finden Sie Medien- und andere Beiträge zu den eidg. Wahlen 2011.


Hier
finden Sie Medienberichte zu den kantonalen Wahlen 2014.
Hier
finden Sie Medienberichte zu den kantonalen Wahlen 2010.
Hier finden Sie Medienberichte zu den Wahlgängen 2006 und 2007.
Und hier finden Sie Medienberichte zu früheren Wahlen.
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Diese Punkte sind der EVP und auch mir persönlich weiterhin wichtig:
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eine freie Schweiz >>> Religionsfreiheit für alle
- eine familienfreundliche Schweiz >>> Weg mit der Ehestrafe
- eine verantwortungsbewusste Schweiz >>> Keine Schulden dulden
- eine gesunde Schweiz >>> Prämienwachstum stoppen
- eine nachhaltige Schweiz >>> Energieverbrauch verringern
- eine solidarische Schweiz >>> Armut weltweit halbieren

mein smartspider / mein smartvote-Porträt

 

Berner Zeitung 08.11.11

EVP unterstützt nur Luginbühl

Die Geschäftsleitung der EVP des Kantons Bern empfiehlt den Wählenden, im zweiten Wahlgang der Ständeratswahlen vom 20. November denjenigen Kandidaten zu unterstützen, der am ehesten die politische Mitte vertritt. Dies ist nach Einschätzung der EVP- Geschäftsleitung der bisherige BDP-Ständerat Werner Luginbühl. pd)

 

Bund online 07.11.11

EVP unterstützt Luginbühl

Nach dem Scheitern ihrer eigenen Kandidatin Marianne Streiff empfiehlt die Berner EVP den bisherigen BDP-Ständerat Werner Luginbühl zur Wiederwahl.
Der erste Ständeratswahlgang habe «leider gezeigt, dass die EVP-Kanidatur mit Marianne Streiff nicht mehrheitsfähig ist», schreibt die Partei in einer Medienmitteilung vom Montag. Man wolle daher den Kandidaten unterstützen, der «am ehesten» die politische Mitte vertrete. Nach Auffassung der EVP sei dies der bisherige Ständerat und BDP-Kandidat WernerLuginbühl. (...) (gbl)

 

Bundesamt für Statistik

EVP mit 100% Frauenvertretung im Nationalrat

 

Berner EVP-Zeitung 25.10.11 / Rückblick auf die Nationalratswahlen vom 23. Oktober 2011

EVP-Sitze knapp gehalten

Wie in den Umfragen vorausgesagt und von den Printmedien kräftig begünstigt, haben die neuen Parteien die Wahlen gewonnen. Die EVP musste um die beiden Nationalratssitze von Marianne Streiff und Maja Ingold hart kämpfen. Im Kanton Bern unterstützten 4,17% oder rund 14'700 Wählende die EVP - vor vier Jahren waren es noch 5,44% oder gut 17'000 Wahlberechtigte. Die Resultate aus einzelnen Gemeinden stimmen zuversichtlich.
Das Erfreulichste am Wahlwochenende ist aus EVP-Sicht der Erhalt der beiden bisherigen Sitze. In Zürich wurde es ziemlich eng, während Marianne Streiff die Wiederwahl sicher und mit einem sehr guten persönlichen Ergebnis schaffte. In praktisch allen Kantonen flossen den neuen Parteien kräftig Stimmen zu - leider auch in beträchtlicher Zahl von ehemaligen EVP-Wählenden. Positiv daran ist die Tatsache, dass spätestens in vier Jahren das Etikett „neu“ nicht mehr ausreichen wird, um Wahlsiege zu feiern, nun müssen politische Taten folgen.
Dass sich seit Kurzem zahlreiche Parteien in der (unabhängigen und konstruktiven) Mitte zu positionieren versuchen, erschwerte es der EVP zusätzlich, sich im Wahlkampf Gehör zu verschaffen. Auch hier werden die nächsten Jahre zeigen, wie weit es sich nur um wahltaktische Manöver und Lippenbekenntnisse handelte.
Die Detailresultate im Kanton Bern bestätigen das Resultat der Grossratswahlen 2010: Gut ein Fünftel der bisherigen EVP-Stimmen wechselte zur BDP. Dies deutet darauf hin, dass der EVP-Stimmenzuwachs der letzten Jahre vor allem von unzufriedenen SVP-Wählenden stammte, die nun ihre „alte BGB-Heimat“ wieder gefunden haben.
Zahlreiche EVP-Kandidierende sammelten eifrig Panaschierstimmen (Stimmen von Wählenden anderer Parteien), was auf eine breite Akzeptanz schliessen lässt. Ebenfalls positiv fällt auf, dass die EVP in einzelnen Gemeinden trotz der neuen Konkurrenz sehr gut abgeschnitten hat. Dies stimmt im Hinblick auf kommende Gemeindewahlen positiv und zeigt, dass die EVP als wertorientierte Mittepartei nach wie vor gefragt ist.
Ruedi Löffel, Wahlkoordinator, Grossrat.

 

Schweizer Fernsehen 23.10.11

Hochrechnung Stimmenanteil ganze Schweiz


Tönt gut, aber leider hat da jemand irgend welche Zahlen durcheinander gebracht...

 

Berner Zeitung online 20.10.11

Wo die Parteien am Sonntag die Wahlen verfolgen

Am Sonntag ist die Berner Altstadt im Wahlfieber: Die Kandidaten und ihre Parteifreunde versammeln sich in den Lokalen rund um das Rathaus, um gemeinsam die Resultate zu verfolgen. Wir zeigen, wer wo mitfiebert.
(...) Gewiss scheint, dass Marianne Streiff den EVP-Sitz verteidigt.

Die EVP im eigenen Zuhause
Doch nicht alle Parteien gehen aus. Die Mitglieder der EVP verbringen den Wahlsonntag im eigenen Sekretariat an der Nägelistrasse. Der Geschäftsführer der EVP Kanton Bern, Gallus Tannheimer, meint gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnet: «Das ist einfach am Praktischsten.» (...)

 

Berner Zeitung 19.10.11

Noch viermal schlafen: Zeit, im Kaffeesatz zu lesen

Die Prognose sei gewagt: Bei den Nationalratswahlen im Kanton Bern halten SVP und SP ihre Sitzzahl – die Neulinge Fuchs und Pardini bleiben aber auf der Strecke. Die BDP besorgt sich ihre zwei zusätzlichen Sitze bei der FDP. Und CVP-Mann Hochreutener kann seine Haut schon wieder retten. Vielleicht...
(...) Gewiss scheint, dass Marianne Streiff den EVP-Sitz verteidigt. Die Grünliberalen dürften gemessen am Ergebnis der kantonalen Wahlen ebenfalls 1 Sitz holen; wir tippen auf den Berner Stadtrat Michael Köpfli, der von seiner Bekanntheit in der Stadt Bern, dem «Hotspot» der GLP, profitiert. Am letzten Sitz vermag sich nach unserer Prognose erneut Norbert Hochreutener von der CVP festzuklammern: Er kann auf die Listenverbindung mit EVP und GLP hoffen, während Andreas Brönnimann den EDU-Sitz im Alleingang halten müsste. Interne Konkurrenz muss Hochreutener nicht fürchten, da er als Einziger seiner Liste vorkumuliert ist.
Zuletzt noch eine zuverlässigere Prognose: Dies ist das letzte Mal, dass Bern 26 Nationalratsmitglieder wählt. Wegen des unterdurchschnittlichen Bevölkerungswachstums werden es 2015 nur noch 25 sein.

 

Langenthaler Tagblatt 15.10.11 / Abstimmungsbilanz

So nah politisieren Berns Parteien am Volk

Wie nah am Volk politisieren die bernischen Parteien? Ein Gradmesser dafür sind die Abstimmungen der letzten vier Jahre. Als Entscheidehilfe für die National- und Ständeratswahlen vom 23. Oktober hat das az Langenthaler Tagblatt die Fakten zusammengetragen – Abstimmungsempfehlungen (Parolen) und Resultate. Wie haben sich die Kantonalparteien von SVP, SP, BDP, FDP, Grüne, EVP, CVP, EDU und GLP im Vorfeld der Abstimmungen positioniert? – Und: Wie entschied schliesslich die Mehrheit der Bernerinnen und Berner?
Bei den nationalen Abstimmungsvorlagen der ablaufenden Legislatur schwingt die CVP schweizweit wie auch im Kanton Bern klar obenaus. Im Bernbiet jedoch sind die Christlich-Demokraten keine Macht. Daher darf die FDP für sich in Anspruch nehmen, kantonal am nächsten beim Volk zu politisieren. Nur ein Abstimmungssieg weniger können SVP und Grünliberale (GLP) vorweisen; obwohl Letztere erst während der Legislatur gegründet wurden. Überraschend liegt auch die SP nur eine Stimmfreigabe dahinter, ihrerseits dicht gefolgt von den Grünen und der EVP. Als Mittepartei – welche wie die CVP in einem solchen Ranking theoretisch gut abschneiden sollte – zählte die EVP bei nationalen (wie auch bei kantonalen Vorlagen) in Bern selten zu den Gewinnern. (...)
Im bürgerlich dominierten Kanton überraschend nah beim Volk politisiert dagegen die SP: Sechs Mal zählten die Genossen im Bernbiet zu den Abstimmungssiegern (plus eine Stimmfreigabe). Je ein Mal öfter als die Verbündeten von den Grünen und die Mittepartei EVP. Zum Vergleich die erfolgreichsten Mutterparteien bei nationalen Vorlagen: CVP (21 Punkte), FDP und GLP (je 18), SVP, EDU und BDP (je 15), EVP(13,5), SP (12,5) und Grüne (11,5).

 

Bund 11.10.11 / Leserbriefe

Die EVP – am nächsten beim Volkswillen

Politik Eidgenössische Wahlen vom 23. Oktober
Obschon die EVP zu den kleinen Parteien zählt, heisst das nicht, dass sie unbedeutend wäre. Laut Umfrage im «Beobachter» politisiert die EVP am nächsten beim Volkswillen. Nicht das Parteibuch ist ihr wichtig, sondern das Suchen nach guten Lösungen, ohne an den ständigen Links-rechts-Kämpfen teilzunehmen. Dabei werden die christlichen Werte hochgehalten, die für die Zukunft unseres Landes und das Zusammenleben immer wichtiger sind.
Weil sie nicht grosse Schlagzeilen liefert, ist sie aber für die Presse kein gefundenes Fressen und wird oft links oder rechts liegen gelassen. Wer gut hinschaut, merkt, dass die einzige Frau für den Ständerat aus der EVP kommt. Oder denken wir an unsere vom Rauch befreiten Restaurants, der grösste Kämpfer dafür kommt aus der EVP. Alle, die glücklich darüber sind, sollen ihm doch an der Urne mal Danke sagen.
Hanspeter Steiner, Boll

 

Langenthaler Tagblatt 10.10.11 / Leserbriefe

Ein starker Grund für Marianne Streiff

Ausgabe vom 7.10.: Umwelt-Rating der Berner Nationalratsmitglieder
Von den Bisherigen wird EVP-Nationalrätin Marianne Streiff im Rating der Umweltverbände als 100 Prozent umweltfreundlich taxiert. Dies ist ein starker Grund mehr, Marianne Streiff in den Ständerat zu wählen.
Ruedi Löffel, Grossrat EVP, Münchenbuchsee

 

Bieler Tagblatt Front 05.10.11

Endspurt im Wahlkampf

Bald in jedem Haushalt:
Das Wahlmaterial ist unterwegs zu den Stimmberechtigten.
Auf dem Zentralplatz stehen die Plakate bereits. Bild: as

 

Berner Zeitung online 05.10.11

“Klein, aber nahe beim Volk”

Die EVP wird zu den kleinen Parteien gezählt – mit Recht. Allerdings heisst das nicht, dass sie unbedeutend wäre. Eine Umfrage, die der “Beobachter” veröffentlicht hat, zeigte, dass die EVP am Nächsten beim Volkswillen politisiert. Das verwundert nicht: Die EVP kümmert sich als Wertepartei um christliche Werte, die sie in der Bevölkerungspolitik (ältere Generation, Generationen-Transfer, Besteuerung sehr grosser Erbschaften zu gunsten der AHV und der Kantone) einbringen. Dabei hat sie nie an dem Kampfgetümmel teilgenommen, das von linken und rechten Kräften im Parteienspektrum angezettelt wird. Es ist einfach auffällig, dass sie in den Medien selten erwähnt wird. Dabei sind auf ihren Wahllisten Marianne Streiff für den Nationalrat und den Ständerat, Ruedi Löffel, Marc Jost, Matthias Stürmer und viele andere gute Köpfe für den Nationalrat zu finden.
Werner Ninck, Bern

 

Langenthaler Tagblatt / MLZ 28.09.11

275 Tonnen Prospekte unterwegs

Am kommenden Montag ist es so weit: Zumindest im Wahlkreis Oberaargau gehen die Listen der 28 Parteien sowie die Prospekte mit den 545 Kandidatinnen und Kandidaten für die Nationalratswahlen in den Versand. Selbstverständlich liegen dem offiziellen Wahlcouvert auch die Unterlagen der neun Männer und Marianne Streiff bei, die in den Ständerat gewählt werden wollen. (...)

Namenliste statt Ausseramtliche
Als einzige ist «Parteifrei.ch» sowohl für den Nationalrat wie auch für den Ständerat nicht mit Werbematerial vertreten. Lediglich auf der offiziellen Namenliste erscheint das Konterfei ihres Kandidaten Josef Rothenfluh aus Lengnau. Die Namenliste ist übrigens neu: Sie ersetzt die früher bei SVP und FDP einerseits und SP und Grünen andererseits bei Ständerats- und Regierungsratswahlen beliebten ausseramtlichen Wahlzettel. Kurz nach den letzten eidgenössischen Wahlen, im November 2007, überwies der Grosse Rat eine EVP/EDU-Motion mit diesem Ziel. Dies mit der Begründung, ausseramtliche Wahlzettel widersprächen dem Grundsatz von Persönlichkeitswahlen, wonach die kandidierenden Personen und nicht die Parteien im Vordergrund stehen sollten. (...)

 

Berner Oberländer / Thuner Tagblatt 24.09.11

93 wollen auf den Zug nach Bern aufspringen

93 Frauen und Männer aus dem Oberland kandidieren für den Nationalrat. So unterschiedlich die Ziele der Parteien auch sind: Alle verbreiten Zuversicht, diese am 23. Oktober zu erreichen.
(...)

EVP: «Christliche Werte.
Menschliche Politik» Die EVP will im Kanton Bern zwei Sitze gewinnen; dies nachdem sie 2007 in der Listenverbindung mit der CVP knapp den zweiten Sitz verpasste. Die Partei engagiert sich dafür, dass familieninterne Kinderbetreuung aufgewertet wird; zudem will sie die AHV mit einer Volksinitiative stabilisieren. Die Frage nach besonderen Engagements in Themen, die das Oberland betreffen, beantwortet Geschäftsführer Ruedi Löffel wie folgt: «Alle Gebiete sind aufeinander angewiesen und können die Herausforderungen nur gemeinsam meistern.» Ihren Wahlkampf finanziert die Partei vor allem über Spenden; insgesamt beträgt das Budget 130'000 Franken. (...)
Die CVP strebt zusammen mit der Liste der Liberalsozialen einen Nationalratssitz an. Heute arbeitet die Partei im Bundeshaus mit der EVP und der GLP zusammen. «Durch die Bündelung der Kräfte der Mitte haben wir Durchschlagskraft», sagt Rahel Sameli. Neben der Energiepolitik unter Federführung von CVP-Umweltministerin Doris Leuthard nennt die Partei Familie, Wirtschaft und Sicherheit als Schwerpunkte. Lokal engagiert sie sich für eine engere Zusammenarbeit der Tourismusorganisationen sowie nachhaltige Raumplanung Stadt-Land unter dem Stichwort «Schwerpunkte statt Zersiedelung». (...)

 

20 Minuten 23.09.11

Frage der Woche

Soll das Investment-Banking zumindest für die Grossbanken UBS und CS verboten werden?
Auch wenn der aktuelle Nationalrat davon ncihts wissen will: Unter den Kandidaten auf Politnetz.ch ist das Thema heiss umstritten. Für Christoph Blocher (SVP) etwa bleibt ncihts anderes als ein Verbot (...). Und Ruedi Löffel (EVP) meint «Gefährliche Spielzeuge nehmen wir unseren Kindern auch weg.» (...)

 

Langenthaler Tagblatt / MLZ 19.09.11

EVP: Massiver Rückgang der Spenden

Als einzige Berner Partei einen grossen Spenden-Rückgang vermeldet die EVP. Ruedi Löffel sagt, seit dem Jahreswechsel 2009/2010 leide die Kantonalpartei unter einem «unerwarteten und massiven Spendeneinbruch». Das Wahlkampf-Budget 2011 sei daher «massiv gekürzt» worden. Konkret: Um einen Drittel auf noch 130000 Franken (vgl. az Langenthaler Tagblatt von letztem Montag). (...)

 

Langenthaler Tagblatt / MLZ 12.09.11 / Nationalratswahlen

«Ich will Kindern eine intakte Welt hinterlassen»

EVP Kanton Bern lanciert in Oberburg den Wahlkampf: Die christlich orientierte Mittepartei stellt Nachhaltigkeit in allen Belangen in den Fokus.


Marianne Streiff und Gerhard Baumgartner lancieren Wahl-Kampagne.

Die politischen Parteien sind im Wahlkampffieber. Fünf Wochen vor dem 23. Oktober jagt ein Anlass den nächsten. Die Evangelische Volkspartei ist da keine Ausnahme. Quasi zum Kampagnenstart lud die EVPKanton Bern am Samstag zur Besichtigung der Firma Jenni Energietechnik in Oberburg ein.
Im Zentrum des Interesses standen aber längst nicht nur energiespendende Zellen auf Hausdächern. So nutzte etwa EVP-Nationalrätin und Ständeratskandidatin Marianne Streiff die Gunst der Stunde und rührte die Werbetrommel. Sie versicherte, dass ihr vor allem Umwelt- und Familienthemen sehr am Herzen lägen: «Im Gegensatz zu vielen anderen Politikern habe ich schon lange vor der Katastrophe in Japan einen Ausstieg aus der Atomenergie gefordert. Nachhaltigkeit ist bei jedem meiner politischen Engagements sehr zentral. Ich will meinen Kindern und Grosskindern eine lebenswerte und intakte Welt hinterlassen.» In Bezug auf den Ausstieg aus der Atomenergie fordert Streiff eine klare Haltung seitens des National- und Ständerates. Werde die Ausstiegs-Forderung verwässert, gebe es für die Wirtschaft nur ungenügend Anreize in nachhaltige, aber eben teurere Energieträger zu investieren.

«Fühle mich ernst genommen»
Seit einem Jahr sitzt die langjährige Grossrätin und Könizer Gemeinderätin für die EVP im Nationalrat. «Mir gefällt diese Arbeit wirklich sehr. Ich fühle mich ernst genommen. Auf alle Fälle in den Kommissionen und im Rat. Bei den Medien ist das eine andere Sache. Hier zählt nur die Grösse der Partei.» Leider könne man sich nur mithilfe der Medien wirklich Gehör verschaffen. Dass sie Berns einzige weibliche Ständeratskandidatin ist, stelle für sie kein Problem dar. Im Gegenteil: Es sei eine grosse Chance. Dennoch habe sie den Sitz keineswegs auf sicher. Aus Sicht der Frauen bedauert Marianne Streiff, dass es keine weiteren Kandidatinnen gibt.
Gerhard Baumgartner, Präsident der EVP Kanton, sieht den Wahlen mit gemischten Gefühlen entgegen: «Bisher waren EVP und CVP praktisch alleine im Bereich der Mitte. Nun sind einige, wenn zum Teil auch kleine Parteien dazugekommen. Wir haben ein komplett anderes politisches Umfeld als noch vor vier Jahren.» Der Kampf um einen Sitz im National- oder Ständerat sei nicht nur für die EVP, sondern für alle «eine Spur härter» geworden. Das Kampagnenbudget beträgt laut EVP-Angaben knapp 130000 Franken.

Ziel: Zweiter Nationalratssitz
Ziel der EVP ist es, zwei Sitze im Nationalrat zu ergattern. Baumgartner verspricht der Wählerschaft Verlässlichkeit in allen Belangen und betont, die EVP sei eine Familienpartei. Für diesen Wahlkampf ist die christlich orientierte Partei Listenverbindungen mit den Grünliberalen, der CVP und der Tierpartei eingegangen (az LT berichtete). Wem die Listenverbindung am meisten bringe, sei schwer sagen. Jeder hoffe, sich vom Kuchen ein Scheibchen abschneiden zu können.

 

DRS1 Regionaljournal Bern 17.08.11

Im Kanton Bern sind Listenverbindungen wichtig

Rund 3,5 Prozent Stimmen braucht es im Kanton Bern für einen Nationalratssitz. Deshalb gehen viele Parteien Listenverbindungen ein. Im Hinblick auf die Wahlen im Herbst sind nicht mehr ideologische Gründe wichtig für eine Listenverbindung, sondern taktische.
Jedes Stimmenprozent kann im Herbst darüber entscheiden, ob eine Partei einen Nationalratssitz mehr gewinnt. Die meisten Parteien verbinden sich mit kleinen Parteien, weil deren Kandidaten kaum gewählt werden. Die Stimmen der kleinen Parteien fallen dann der grössten Partei auf der Liste zu.
Die SVP Kanton Bern verbindet sich unter anderem mit dem Alpenparlament, die SP mit der Partei der Arbeit (PdA) und die Evanglische Volkspartei (EVP) mit der Tierpartei. Die Listenpartner wurden eher aus taktischen Gründen gewählt als aus ideologischen, sagen SVP, SP und EVP. Beim politischen Programm viele Gemeinsamkeiten zu haben, ist also nicht mehr gleich wichtig, wie noch bei den letzten Wahlen. (widc)
Beitrag / hören

 

20 Minuten Bern 12.08.11

Farbattacke auf den EVP-Bus

Gestern Morgen machte EVP-Grossrat Ruedi Löffel eine üble Entdeckung. Unbekannte hatten den parkierten Bus der Mutterpartei versprayt.
«Religion tötet» stand da auf dem Gefährt. Daneben prangte das Anarchisten-Emblem. «Hier mangelt es jemandem offenbar an Toleranz», so Löffel. Bei der christlichen Partei hat man kein Verständnis für die Sachbeschädigung und reicht Anzeige gegen unbekannt ein.

 

Leserbrief zum Leserbrief im Bund vom 20.05.11: "51% nicht vertreten"

51% sind vertreten!

Da ging wohl in der Hitze des Gefechts unter, dass EVP-Nationalrätin Marianne Streiff für den Ständerat kandidiert. Als Könizerin ist sie stadtnah, als Frau vertritt sie die Hälfte der Bevölkerung und als Mittepolitikerin ist sie wählbar für viele. Frau Amsler, Marianne Streiff freut sich auf Ihre Unterstützung.
Mirja Zimmermann-Oswald, Nationalratskandidatin EVP

 

20 Minuten online 18.05.11

«Ich bin nicht perfekt»

Ricardo Lumengo ist kein Wahlfälscher, entschied das Berner Obergericht. Lumengo räumte in seiner Reaktion Fehler ein aber keine strafbaren Handlungen.
Die Beschwerde gegen das Urteil des Bezirksgerichts Biel hat sich für Ricardo Lumengo gelohnt. Das Berner Obergericht hat den vorinstanzlichen Entscheid korrigiert und den parteilosen Nationalrat am Mittwoch vom Vorwurf der Wahlbetrugs freigesprochen.
«Ich bin vollständig freigesprochen worden», jubelte Lumengo. Und weiter: «Ich bin nicht perfekt und gestehe meine Fehler ein». Er wies aber darauf hin, dass er keine strafbaren Handlungen begangen habe. (...)

Keinen Platz auf der SP-Liste
Lumengos damalige Partei, die SP, hatte ihn nach der erstinstanzlichen Verurteilung zum sofortigen Rücktritt aufgefordert. Lumengo kam dieser Forderung aber nicht nach und trat stattdessen aus der SP aus. Seither sitzt er als Parteiloser im Parlament. Selbst wenn der 49-Jährige der SP wieder beitreten würde, könnte er im Herbst nicht auf der SP-Liste kandidieren. Denn dafür ist es bereits zu spät, wie der Berner SP-Präsident Roland Näf auf Anfrage von 20 Minuten Online sagt: «Sämtliche Listenplätze sind bereits vergeben.»
Nicht nur bei der SP, auch bei anderen Parteien dürfte Lumengo kaum Zuflucht finden. Bei der EVP, mit der er nach dem Bruch mit der SP schon einmal in Kontakt stand, sind die Türen geschlossen. «Ich freue mich für Lumengo, aber auf der EVP-Liste können wir ihm keinen Platz sichern», sagt Ruedi Löffel, Co-Geschäftsführer der bernischen EVP. Einzige Möglichkeit für eine Zusammenarbeit mit dem parteilosen Nationalrat sieht Löffel in einer Listenverbindung. Lumengo hatte im vergangenen November gegenüber 20 Minuten verlauten lassen, eine eigene Partei zu gründen und somit auch mit einer eigenen Liste für die Wahlen zu kandidieren. «Ich bin mir aber sicher, dass seine Chancen für eine Wiederwahl gleich Null sind», sagt Löffel. (sda/rn/jep)


Langenthaler Tagblatt / MLZ 31.03.11

Marianne Streiff will Ständerätin werden


Letzten Herbst rückte EVP-GrossrätinMarianne Streiff (EVP) in den Nationalrat nach; kommenden Oktober will die Könizerin nun in den Ständerat wechseln. Auf Anfrage sagte sie gestern: «Ich bin bereit für diesen Wahlkampf.» Noch Anfang Jahr lehnte sie eine Ersatzkandidatur für die in den Bundesrat gewählte Simonetta Sommaruga (SP) ab. Marc Jost, Thuner EVP-Grossrat, der im Februar kandidierte, sagte gestern: «Tritt Marianne Streiff an, verzichte ich.» Als Nationalratskandidat dagegen werde er bald nachnominiert. Da Jost bei der ordentlichen Nomination noch im Ständerats-Ersatzwahlkampf steckte, fehlt sein Name bislang auf den EVP-Listen. Zusammen mit drei weiteren Personen soll der Kantonalvorstand seine Nachnomination Anfang April vornehmen. (sat)

 

Beobachter Ausgabe 7/11 März 2011 «Puls 2011»-Umfrage zu Parteien

Wer politisiert am nächsten beim Volk?


Nur eine Partei politisiert so stark am Volk vorbei wie die elitäre FDP: die SVP. Das zumindest legen die Ergebnisse der grossen Beobachter-Umfrage nahe.
Vergleicht man die Positionen, die die Mehrheit der Leserinnen und Leser in zentralen Fragen der Schweizer Politik einnimmt, mit jenen der Parteipräsidenten, zeigt sich: Bloss FDP-Chef Fulvio Pelli stimmt so selten mit der Mehrheitsmeinung überein wie SVP-Präsident Toni Brunner.
Die wahre Volkspartei ist dagegen eine, der das Volk fehlt: die EVP, die bei den letzten Nationalratswahlen bloss 2,4% der Wähler hinter sich scharte. Als bürgerlich-soziale Partei stimmt sie am häufigsten mit der Mehrheitsmeinung überein. (weiter)

 

Berner Zeitung 08.03.11

Die Bürgerlichen sind sich uneinig

Bei den Ständeratswahlen im Herbst müssen die Bürgerlichen des Kantons Bern zusammenstehen. Gehen sie keine Allianzen ein, dürfte die bürgerliche Mehrheit nach wenigen Monaten zu Ende sein. Die SP könnte dann wieder in den Ständerat einziehen.
(...) Und die EVP? Sie dürfte im Herbst ebenfalls zu den Ständeratswahlen antreten. Grossrat Marc Jost (Thun), der im ersten Wahlgang klar gescheitert war, beurteilt eine neuerliche Kandidatur eher skeptisch.

 

Blick 14.02.11

Amstutz siegt, aber er muss vor Wyss zittern

Gestern Nachmittag zeigte sich SVP-Nationalrat Adrian Amstutz skeptisch, was seine Chancen in einem zweiten Wahlgang um den Ständeratssitz der in den Bundesrat gewählten Simonetta Sommaruga (SP) anging. Gegen Abend, als er auch nach Auszählung der Städte Bern und Biel klar vorne lag, war Amstutz weit gelöster. « Das ist eine gute Voraussetzung für den zweiten Wahlgang», sagte er zu BLICK. Aber: «Gewonnen ist nichts. Wichtig ist, dass meine Wähler nochmals an die Urne gehen.» Amstutz hat den ersten Wahlgang um den Ständeratssitz klar gewonnen: Er kam auf 136 522 Stimmen, verfehlte das absolute Mehr aber deutlich. SP-Nationalrätin Ursula Wyss erhielt als Zweite 117 835 Stimmen. So wird am 6. März ein zweiter Wahlgang entscheiden, wer den Kanton neben Werner Luginbühl (BDP) im Ständerat vertritt. Keine Rolle wird da FDP-Nationalrätin Christa Markwalder spielen. Sie schnitt gestern mit 69 303 Stimmen enttäuschend ab. Die EU-Befürworterin wurde zwischen den Blöcken aufgerieben. Einen Achtungserfolg erzielte mit 27 553 Stimmen EVP-Mann Marc Jost. (...)

 

SF TV 13.02.11

Sooooo schlimm...

 

TeleBärn 13.02.11

Wie Marc Jost den Wahltag erlebte

Link zum TeleBärn-Beitrag.

 

Berner Zeitung 05.02.11 / STÄNDERATSWAHL MARC JOST

Kampf um Sommaruga-Nachfolge strapaziert Parteikassen zusätzlich

SVP, SP, FDP und EVP lassen sich die Berner Ständeratsersatzwahl vom 13. Februar zusammen über 400'000 Franken kosten. Kommt es zu einem zweiten Wahlgang, verschärft sich die finanzielle Situation der Parteien zusätzlich. Urs Egli


Kostspieliege Sache: Die vier Ständeratskandidaten, hier Marc Jost und Christa Markwalder,
greifen für den Wahlkampf tief ins Portemonnaie. Bild: Keystone

(...) «Für den ersten Wahlgang stehen uns 120'000 Franken zur Verfügung», sagt SVP-Geschäftsführerin Aliki Panayides. Ein Teil davon stamme aus einem Spendenaufruf bei Mitgliedern und Sympathisanten. Allein der Druck der den Wahlcouverts beigelegten gut 700'000 Flyer hat 30'000 Franken gekostet. Die Inserate in Zeitungen und der Druck der Wahlplakate für Ständeratskandidat Adrian Amstutz verschlangen den Rest. (...) Amstutz habe, verrät Panayides, gut 20'000 Franken aus der Privatschatulle an den Wahlkampf beigesteuert. (...)

Loch bei der EVP
«Für den ersten Wahlgang haben wir ein Budget von etwa 100'000 Franken», sagt Stefan Nobs, Geschäftsführer der FDP Kanton Bern. Wie viel Geld die FDP für den allfälligen zweiten Wahlgang aufwenden könne, sei noch nicht festgelegt. FDP-Kandidatin Christa Markwalder beteiligt sich mit 10'000 Franken am Wahlkampf. Dies sei bei den letzten Ständeratswahlen auch so gewesen. Von den 100'000 Franken hat die FDP alleine für den Druck des offiziellen Wahlmaterials und dessen Verteilung rund 300'00 Franken ausgegeben. (...)
Mit einem bescheidenen Wahlbudget von 10'000 Franken muss EVP-Wahlkampfleiter Ruedi Löffel auskommen. Dies sei auch der primäre Grund, weshalb den über 700'000 Wahlcouverts kein Flyer von Kandidat Marc Jost habe beigelegt werden können. Denn: Bei den Regierungsratswahlen 2010 schlug allein der Druck des EVP-Wahlflyers mit 12'500 Franken zu Buche. Die kantonalen Wahlen hätten insgesamt, so Löffel, ein grosses Loch in der Kasse hinterlassen. Dank einem Spendenaufruf seien dann gegen 100'000 Franken zusammengekommen.
Bei der Werbung für die Ständeratsersatzwahl setzt die EVP nebst einigen Inseraten auf grossformatige Plakate, jedoch in kleiner Auflage. In grösserer Zahl wurden dagegen Plakate im Format A3 an Parteimitglieder und Sympathisanten verschickt. Dass die wilde Plakatiererei bei der SVP so gut funktioniert, lässt EVP-Wahlkampfleiter Löffel fast etwas neidisch werden: «Bei privaten Plakatstellen hätten wir ganz sicher noch Potenzial.» Im Gegensatz zur Praxis bei der FDP verzichtet die EVP auf eine bestimmte finanzielle Beteiligung von Kandidat Jost.
Gleiches gilt bei der SP Kanton Bern: Kandidatin Ursula Wyss ist nicht verpflichtet, einen Beitrag in die Wahlkampfkasse der SP einzuzahlen. (...) Für den ersten und den allfälligen zweiten Wahlgang der Ständeratsersatzwahl hat die bernische SP 180'000 Franken budgetiert. 60'000 Franken haben allein die Erstellung, der Druck und der Vertrieb des Wahlprospekts für Wyss in beiden Amtssprachen gekostet.

 

Berner Zeitung 01.02.11 / STÄNDERATSWAHL MARC JOST

"Ich habe Erfahrung im Bundeshaus"

Das Portrait in der BZ.


Marc Jost im Ständeratssaal. «Politik auf nationaler Ebene ist mein Ziel,
jetzt bietet sich die Gelegenheit dazu.»

 

20 Minuten 19.01.11

Vierte Geige oder Zünglein an der Waage?

Ungleiche Spiesse im Ständeratswahlkampf: Marc Jost (EVP) nimmt bloss als Zaungast am Rennen um den Sitz teil
Marc Jost (EVP).

«Alle Kandidaten sollen gleich behandelt werden», sagt EVP-Politiker Marc Jost. Der ehemalige Pfarrer kämpft nebst Adrian Amstutz (SVP), Christa Markwalder (FDP) und Ursula Wyss (SP) um Simonetta Sommarugas Ständeratssitz. Doch Jost spielt im Wahlkampf nur die «vierte Geige»: In der SF-»Arena» wurde er als Zweitklasskandidat auf die hinteren Ränge verwiesen, zu Podien wird der Thuner erst gar nicht eingeladen. Weil Amstutz und Wyss deshalb abgesagt haben, ist am Montag sogar ein Anlass geplatzt.
«Historisch konnte bei Personenwahlen noch kein EVP-Mann den grossen Parteien einen Sitz stehlen», sagt Politexperte Hans Hirter. Ist Josts Kandidatur also nur ein Witz? Hirter: «Garantiert nicht. Aber seine Partei profitiert mehr als er.» So könne sich die EVP bereits jetzt für die Nationalratswahlen positionieren. Dabei könnte der Politiker der Kleinpartei wahlentscheidend sein. «Wenn er sich im zweiten Wahlgang nicht zurückzieht, kann er Adrian Amstutz zum entscheidenden Sieg verhelfen», prognostiziert Hirter. (Link)

 

Berner Zeitung 14.01.11 Leserbriefe

In keiner Art ausgewogen

Die Redaktion Ihrer Zeitung ist der Meinung, dass die Kandidatur von Marc Jost, EVP, völlig chancenlos, ja sogar missbräuchlich sei und hat ihn deshalb an das geplante Podiumsgespräch der Kandidatinnen und Kandidaten nicht eingeladen.
Man kann über die Wahlchancen eines Aussenseiters immer geteilter Meinung sein. Dass sich aber die Redaktion einer Zeitung, die in einem Kanton praktisch ein Monopol hat, anmasst, den Wahlausgang zu manipulieren, indem sie einen Kandidaten quasi als nicht existent erklären will, entspricht in keiner Art ausgewogener Berichterstattung.
Zum Glück haben Ursula Wyss und Adrian Amstutz diese Ungerechtigkeit realisiert und die Teilnahme am BZ-Podium abgesagt. Ich hoffe im Interesse der BZ-Leserinnen und -Leser, dass Chefredaktor Michael Hug dieser Demokratie-Lektion etwas Positives abgewinnen kann.
Demokratie und Konkordanz leben von der Vielfalt von Meinungen, aber auch gegenseitigem Respekt. SVP und SP vertreten manchmal etwas “engstirnig” die Parteilinie und hören den “Gegnern” nicht mehr zu. Mitteparteien wie die EVP täten der Politik als Vermittler gut und sind alles andere als “Wischiwaschi-Parteien”. Es ist deshalb mehr als recht, wenn die EVP mit Marc Jost im Wahlkampf wenigstens eine faire Chance bekommt.
Die Stimmbürger sollen am Wahlwochenende entscheiden, wer ins “Stöckli” kommt und nicht die Redaktion der BZ.
Peter Baumann, Arbon

 

Berner Zeitung 09.01.11 Zeitpunkt / Jürg Steiner

Die Schlacht der scharfen Zungen

Bern startet unbernisch ins Wahljahr. Nicht abgeschliffene Politroutiniers, sondern zuspitzende Rhetoriker der neuen Generation kämpfen um Simonetta Sommarugas Ständeratssitz.
«Angst vor deutlichen Worten habe ich keine. Sorgen macht mir einzig die zusätzliche zeitliche Belastung», sagt Christa Markwalder (FDP). «Ich rede seit Jahren Klartext und scheue mich nicht, auch heikle politische Bereiche offen anzusprechen», sagt Adrian Amstutz (SVP). «Ich freue mich auf den Wahlkampf, weil sich da die politischen Positionen klar herauskristallisieren. Ich fürchte deutliche Worte nicht», sagt Ursula Wyss (SP). «Dieser Wahlkampf ist eine Herausforderung für mich, und das suche ich. Ich drücke mich gerne unmissverständlich aus», sagt Marc Jost (EVP).
So reden die vier Kandidatinnen und Kandidaten für den Berner Ständeratssitz der in den Bundesrat gewählten Simonetta Sommaruga (SP). Und machen damit deutlich: Das, was bis zum Wahlsonntag am 13.Februar und danach bis zum fast sicheren zweiten Wahlgang am 6.März abgeht, ist kein Berner Wahlkampf, wie wir ihn kennen.

Auseinandersetzung profilierter Persönlichkeiten
Keine wattierte Debatte konfliktscheuer Mehrheitspolitiker, die im Schosse ihrer Partei seit Jahren auf den mehr oder weniger garantierten Karrierehöhepunkt, einen der beiden Berner Sessel im Ständeratssaal, zusegeln. Sondern es ist eine Auseinandersetzung sehr profilierter politischer Persönlichkeiten, die bereit sind, ein hohes Risiko einzugehen. Keiner kann davon ausgehen, gewählt zu werden. Alle müssen damit rechnen zu verlieren.
Der Thuner Pfarrer und Geschäftsführer Marc Jost (36) kann sich als EVPler zwar kaum Hoffnungen machen, gewählt zu werden. Als langjähriger Kantonspolitiker bestätigt er aber den Eindruck, dass – unabhängig vom realen Alter der Kandidaten – eine neue Generation von Berner Politikern am Werk sei. Auffallend findet er, dass kein amtierender Regierungsrat kandidiert. Sondern Politikerinnen und Politiker, die nicht mehr geprägt sind von der Erfahrung, dass die einst fast allein herrschenden bürgerlichen Parteien Ständeräte machten und die Wahl nur noch Formsache war.
Es sind Politikerinnen und Politiker, die deshalb scharf auf Medienpräsenz sind. Gelegentlich gehen sie auf Distanz zur eigenen Partei und schärfen ihr Profil mit knappen, pointierten, medienwirksamen Äusserungen. Mitunter so sehr, wie Jost an den nun laufenden Wahlpodien im Kanton beobachtet, dass sie bei Liveauftritten rhetorisch zurückrudern müssen, weil sie ob des polarisierenden Effekts der eigenen Voten erschrecken. (...)


«Dieser Wahlkampf ist eine Herausforderung für mich,
und das suche ich. Ich drücke mich gerne unmissverständlich aus.»

Marc Jost

 

Bund 03.01.11 Bern / Rudolf Burger

Das Resultatblatt der vier Ständeratskandidaten

Adrian Amstutz hat mit der SVP die stärkste Partei hinter sich, liegt aber punkto Panaschierstimmen klar hinter Christa Markwalder (FDP) und Ursula Wyss (SP) zurück. Marc Jost (EVP) ist chancenlos. Das zeigt die Analyse der Ergebnisse der Nationalratswahlen 2007.




Alle vier Kandidierenden für die Ständeratsersatzwahl, Adrian Amstutz (SVP), Marc Jost (EVP), Christa Markwalder (FDP) und Ursula Wyss (SP), haben 2007 für den Nationalrat kandidiert, nur Jost wurde nicht gewählt. Wie schlecht es um seine Wahlchancen am 13. Februar bestellt ist, wird klar, wenn die vier anhand ihrer Resultate bei diesen Wahlen verglichen werden. Der Kandidat der EVP liegt mit 12 119 Stimmen weit hinter Spitzenreiter Adrian Amstutz (124 869), Ursula Wyss (88 710) und Christa Markwalder (86 199) zurück. (...)

Prognose: Amstutz vor Wyss
Adrian Amstutz liegt punkto Panaschierstimmen zwar hinter den beiden Rivalinnen zurück, aber er kann doch auf die Unterstützung der klar wählerstärksten Partei, der SVP, plus Zuzug vor allem von der Wählerschaft von EDU, SD und sicher auch vieler BDP-Wähler rechnen. Seine direkter und unzimperlicher Stil lässt ihn da und dort anecken, aber es wäre doch eine Überraschung, wenn er am 13. Februar nicht auf die höchste Stimmenzahl käme.
Auf den zweiten Platz schaff t es aller Voraussicht nach Ursula Wyss. Sie kämpft zwar mit dem Ruf einer strengen Parteisoldatin, kann aber auf die zweitstärkste Partei, die SP, und grosse Unterstützung durch die Grünen bauen.
Christa Markwalder hat das Pech, dass ihre Partei, die FDP, off ensichtlich in einer Krise steckt. Stimmen vor allem von BDP, CVP und GLP vermögen diese Schwäche kaum zu kompensieren. Dazu kommt in Zeiten der Euro-Krise das Stigma des «Euro-Turbos».
Marc Jost, der hier nicht aus Bosheit, sondern aus der Macht der Zahlen heraus stiefmütterlich behandelt wurde, wird über den vierten Platz nicht hinauskommen, aber doch seinen Bekanntheitsgrad wesentlich steigern können.

Entscheid am 6. März
Das absolute Mehr – die Hälfte plus eine aller gültigen Stimmen – wird im ersten Wahlgang wohl niemand erreichen. Bei der Stichwahl am 6. März entfällt das absolute Mehr, es gewinnt, wer am meisten Stimmen holt. Nach einem knappen Ergebnis am 13. Februar müssten sich SVP und FDP auf eine gemeinsame Kandidatur einigen. Wenn nicht, ist nicht ausgeschlossen, dass der Kanton Bern weiterhin auch durch eine Sozialdemokratin im Ständerat vertreten sein wird.

 

Langenthaler Tagblatt / MLZ 14.12.10 Kanton Bern

Auch die EVP lockt der Wahlkampf

Ständerats-Ersatzwahl Kurz vor Meldeschluss nominiert auch die EVP noch einen Kandidaten:
Grossrat Marc Jost soll die Mitte-Stimmen abholen.
Samuel Thomi

Marc Jost will auch ins Stöckli. SAT

«Ich bin der einzige Oberländer Kandidat, der nicht aus Zürich gesteuert wird. Ich will keinen EU-Beitritt, setze aber auf den bilateralen Weg. Und die Armee will ich nicht abschaffen.»
Mit ungewohnt markigen Sätzen stellte der Thuner Grossrat Marc Jost gestern seine Ständerats-Kandidatur vor. (...) Als «Mann der Mitte» wolle er sich für starke Familien, eine verantwortungsvolle Wirtschaft und intakte Umwelt einsetzen. Als Beispiel nannte Jost, er sei beispielsweise – trotz gespaltener Haltung seiner Grossrats-Fraktion – klar gegen neue AKW. (...)

 

Berner Zeitung 14.12.2010

EVP hofft auf die politische Mitte

Nach SVP, SP und FDP hat gestern auch die EVP ihren Kandidaten für die Ständeratsersatzwahl vom nächsten Februar präsentiert. Für die Partei geht Grossrat Marc Jost ins Rennen um den Ständeratssitz von Simonetta Sommaruga. Andrea Sommer


Grossrat Marc Jost hat im Rennen um den freien Ständeratssitz gewichtige Konkurrenz. Adriana Bella

Herr Jost, Sie treten am 13. Februar gegen Schwergewichte wie Ursula Wyss, Adrian Amstutz und Christa Markwalder an – rechnen Sie sich tatsächlich Chancen aus?
Marc Jost: Durchaus. Dies sind alles Personen, die stark polarisieren. Sei es durch ihre Persönlichkeit oder ihre Politik. Wir sehen ein grosses Wählerpotenzial in der politischen Mitte, also bei Wählern, die genug davon haben, dass ständig polarisiert wird, und die auch nicht gleich der EU beitreten wollen.
Trotzdem: Sie sind im Kanton Bern um einiges weniger bekannt als die andern Kandidatinnen und Kandidaten.
Dies wird im Wahlkampf meine grosse Herausforderung sein, und hier werde ich mich ins Zeug legen müssen. Die EVP kann nur beschränkt Mittel in den Wahlkampf investieren. Deshalb will ich mich vor allem als Brückenbauer und mit Sachpolitik profilieren.
Wie hoch ist das Budget der Partei, und wie viel werden Sie persönlich in den Wahlkampf investieren?
Das werden insgesamt keine 10'000 Franken sein. Persönlich werde ich etwa die Hälfte dieser Kosten tragen.
Offenbar ist auch Ihre Partei nicht von Ihren Wahlchancen überzeugt – nur 70 Prozent der Delegierten haben sich für Ihre Nomination ausgesprochen.
Grund dafür ist, dass wir erst den Ausgang der Thuner Wahlen, bei denen ich als Gemeinderatskandidat antrat, abwarten wollten. Deshalb wurden die Delegierten schriftlich um eine Stellungnahme gebeten. Der Rücklauf war mit 63 von 90 Delegierten sehr hoch, fast höher als die Präsenz bei einer Delegiertenversammlung. In den Thuner Wahlen trat ich zwar nicht als Spitzenkandidat an, erzielte jedoch auf unserer Liste das beste Wahlresultat.
Wofür wollen Sie sich als Ständerat einsetzen?
Für eine Familienpolitik , die den Familien finanziellen Handlungsspielraum lässt. Auch für eine intakte Umwelt, was beispielsweise bedeutet, langfristig zu denken. Deshalb will ich weder auf Erdöl noch auf Uran setzen und bin also AKW-Gegner. Jeder Franken, der in ein neues AKW geht, ist für erneuerbare Energie verloren. Als Ethikspezialist ist mir auch eine verantwortungsvolle und gerechte Wirtschaft ein Anliegen. Unternehmer müssen dazu angehalten werden, ihre soziale Verantwortung wahrzunehmen. Transparenz in der Wirtschaft ist mir ein Anliegen. Zudem will ich keine Politik unterstützen, die egoistische Gewinnmaximierung ermöglicht.
Dann befürworten Sie die Abzocker-Initiative?
Ja, die Stossrichtung der Initiative unterstütze ich voll und ganz.
Für die Wahl vom 13.Februar suchen Sie nun die Unterstützung von CVP und BDP.
Unser Präsident führt die Verhandlungen und hat bereits mit der CVP gesprochen. Allerdings steht die Antwort noch aus.
Anders bei der BDP: Parteipräsident Urs Gasche hat unlängst in einem Interview klargemacht, dass die BDP einen bürgerlichen Sieg will. Mit Ihrer Einstellung passen Sie da nicht recht ins Bild.
Ein Mitte-Politiker hat immer Schnittmengen mit den Bürgerlichen und mit der Linken. Ich sehe mich als wertkonservativen Politiker, etwa in der Familienpolitik. Das wollen wir nun der BDP aufzeigen.
Wie geht es für Sie weiter, wenn es mit dem Einzug in den Ständerat nicht klappt?
Der Sprung in die Bundespolitik ist schon lange mein Fernziel. Wenn es in der Ständeratsersatzwahl im Februar nicht klappt, dann werde ich nächsten Herbst zu den Nationalratswahlen antreten.

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