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Berner Zeitung 31.03.14 Kanton Bern

Ein Sitzgewinn für SVP und GLP – und ein missratenes Comeback

Neben der BDP verliert auch die SP einen Sitz im Wahlkreis Mitttelland-Nord. SVP und GLP gewinnen – Alt-Nationalrat Andreas Brönnimann dagegen verpasst den Einzug in den Grossen Rat genauso wie die Alt-Gemeindepräsidenten Christian Zahler und Hans Rudolf Saxer. Stephan Küenzi
(...)
Gescheitert ist Andreas Brönnimann. Der EDU-Politiker aus Belp, der im Herbst 2011 aus dem Nationalrat abgewählt worden war und nun in den Grossratswahlen das politische Comeback versuchte, scheiterte bereits am Proporz. Seine Partei schaffte im Wahlkreis Mittelland-Nord, wo Brönnimann als Ortsfremder antrat, gar keinen Sitz.

Gewählt sind: SVP-West: Lars Guggisberg, bisher, 7703. Sabina Geissbühler, bisher, 5714. Daniel Bichsel, neu, 5425. SVP-Ost: Peter Brand, bisher, 6667. Hans Rudolf Schweizer, bisher, 5048. Annegret Hebeisen, neu, 4165. SP Frauen: Eva Baltensperger, bisher, 8860. Ursula E.Brunner, bisher, 7979. SP Männer: Roland Näf, bisher, 7815. Daniel Wyrsch, neu, 5598. FDP: Beat Giauque, bisher, 7231. Eva Desarzens, bisher, 6141. Corinne Schmidhauser, bisher, 6025. BDP: Anita Herren, bisher, 6176. Bernhard Riem, bisher, 5698. Vreni Kipfer, bisher, 5197. Grüne: Urs Muntwyler, bisher, 5538. Maria Iannino, bisher, 4530. GLP: Franziska Schöni, bisher, 4711. Annette Toggwiler, neu, 2924. EVP: Ruedi Löffel, bisher, 4345. Niklaus Gfeller, bisher, 3574.

 

Berner Zeitung 31.03.14 Kanton Bern

Ein Königreich für Ruedi Löffel

Im Rathaus schwitzte man stehend den Wahlergebnissen entgegen. Auf Twitter gings viel relaxter: Politik, komprimiert auf 140 Zeichen – eine Wohltat. Und eine frankofone Offenbarung. Jürg Steiner
(...)

Was ist mit Ruedi Löffel los?
Nicht, dass es einen wirklich durchschüttelt, wenn man auf Twitter die Berner Wahlen verfolgt. Gelegentlich droht man sogar einzuschlafen. Unter anderem, weil ein paar alte Bekannte plötzlich schweigen. Ruedi Löffel etwa, Grossrat der EVP. Normalerweise kniet er sich voll rein auf Twitter, kommentiert und retweetet, was das Zeug hält. Eher etwas viel für Normalverbraucher. Aber jetzt, da es realpolitisch abgeht: no comment.
Er steht zwar da, am Eingang zum Rathaus, leibhaftig, am Hemdkragen das EVP-Emblem. Aber auf Twitter? «Spiez #BE14: #EVP 11,8% (plus 2,5%). Bravo!», ist während Stunden sein einziges Lebenszeichen – hat der leidenschaftliche Twitterer am Ende kein Smartphone? Man gäbe, ob der gespenstischen Ruhe, ein Königreich für Ruedi Löffel. Um 20.15 Uhr endlich Entwarnung: «Liebe Leute von @TeleBaernTV warum zeigt ihr die 12 Sitze der #EVP (+2) nicht????.» Löffel lebt. (...)
Sämtliche Tweets zu den Wahlen im Kanton Bern lassen sich auf Twitter unter den Hashtags #BE14 und #BEvote14 nachverfolgen.
Link zum Beitrag auf BZ-online

 

Der Bund 21.01.14 Kanton Bern

EVP-Löffels Rezept

Der «Bund» begleitet den Wahlkampf der Parteien und Kandidaten für die Wahlen vom 30. März mit einem Online-Blog. Redaktoren und Politiker wechseln sich ab.
Heute ärgert sich EVP-Mann Ruedi Löffel über Listenverbindungen. Er fordert den «Doppelten Pukelsheim».
www.wahltag.derbund.ch

 

 

So war's vor 4 Jahren:

bernerzeitung.ch 29.03.2010

Das neu gewählte Kantonsparlament: Link

 

be.ch 28.03.2010

Alle Wahlresultate im Detail

Hier finden Sie alle Resultate der kantonalen Wahlen 2010 im Detail.

Und hier die Detailsresultate aus meinem Wahlkreis Mittelland-Nord.

 

Bund 26.02.2010 / Kantonale Wahlen 28. März / wahlen2010.derbund.ch

Von Realisten und Weltverbesserern

Du sollst sowohl rot-grün als auch bürgerlich politisieren dürfen, lautet ein wichtiges Gebot der Evangelischen Volkspartei (EVP). Andere Mitte-Parteien dürften ihren Erfolg nun aber bremsen.


Die grosse Frage an einem Abend vor vier Jahren war, ob James Bonds erste Leinwand-Gespielin Ursula Andress die zweite Ehrenbürgerin der Geschichte von Ostermundigen werden sollte. Natürlich, fand das Parlament. Das ganze Parlament? Nein. Eine Ehrenbürgerin, die sich als «verführerische Venus» sogar für den «Playboy» ausgezogen hatte, ging der Evangelischen Volkspartei (EVP) gegen den biblischen Strich. Allerdings ist bei solchen Fragen Erfolglosigkeit das tägliche Brot der Partei, wie schon bei ihrem Kampf gegen die Fristenlösung und gegen die Gleichstellung homosexueller Paare mit Ehepaaren.
Besonders in der zu Ende gehenden Legislatur entpuppte sich die EVP aber als wahre Wundertüte, die durchaus nicht päpstlicher als der Papst sein will: Von rot-grünen bis hin zu bürgerlichen Ansichten findet man alles. Das liegt auch an den unterschiedlichen religiösen Überzeugungen der rund 1450 Mitglieder: Die Hälfte gehört der Landeskirche an, 400 zählen sich zu einer Freikirche, und mehrere Hundert leben ihren Glauben ganz ausserhalb der Kirche. Was nun für die einen Konturlosigkeit ist, sehen die anderen als Stärke.
«Wir sind eine echte Volkspartei und schlagen uns nicht gleich die Bibel um den Kopf, wenn die Meinungen auseinandergehen», wird Ruedi Löffel, Chefstratege und Grossrat, nicht müde zu betonen. Das gängige Links-rechts-Schema widere ihn an und passe nicht zur EVP. «Das heisst aber nicht, dass wir Fahnen im Wind sind – unsere politischen Ziele verfolgen wir konsequent.»

Gleiche Rechte für alle Eltern
«Die EVP mit ihrer Kombination von konservativen Werten und politischer Offenheit ist speziell und hat dank ihrer konfessionellen Verankerung treue Stammwähler», sagt der Politologe Werner Seitz. In letzter Zeit legte sie auf kommunaler und kantonaler Ebene stetig zu. «Viele, die genug von der SVP hatten, wählten uns», sagt Löffel. Auch in Zukunft will er pro Jahr im Schnitt zwei Ortssektionen aus der Taufe heben. Im Grossen Rat ist die EVP-Fraktion mit ihren 13 Mitgliedern die sechstgrösste Gruppe. Ihre Arbeit in den letzten vier Jahren gleicht einem bunten Bouquet. In die Nase sticht vor allem das Rauchverbot in Restaurants, das auf eine Motion von Löffel zurückgeht.
Bei Fragen zu Bildung und Familie zeigt sich die EVP liberal. So hat sie den Ausbau von Tagesschulen stets unterstützt. Auf einen Vorstoss von Fraktionspräsidentin Marianne Streiff und Grossrätin Christine Schnegg geht das Familienkonzept zurück, das Ergänzungsleistungen für bedürftige Familien enthält. Allerdings ist noch unklar, ob diese tatsächlich eingeführt werden. Anders die Kinderzulagen: Dass diese im Kanton Bern 30 Franken höher sind als beim Bund, ist einem Vorschlag von EVP, EDU und den Grünen zuzuschreiben. «In den nächsten vier Jahren wollen wir dafür sorgen, dass Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen, nicht benachteiligt werden», sagt Streiff.

«Von abgehoben bis bodennah»
Fast linker als Rot-Grün gibt sich die EVP in Sachen Energie und Finanzen. Mit Josef Jenni hat sie einen Solar-Fachmann der ersten Stunde unter ihren Parlamentariern. Sollte die Pflicht zum Sanieren schlecht isolierter Wohnbauten im März nicht Teil des neuen Energiegesetzes bleiben, droht die EVP gar mit einem Referendum. Dasselbe gilt fürs Steuergesetz: Die EVP stemmt sich gegen Steuersenkungen, will unbedingt Schulden abbauen. «Die kantonalen Finanzen sind für uns das zentrale Thema der nächsten vier Jahre», sagt Löffel. Allerdings gibt es eben auch Themen, bei denen sich die Partei bürgerlich gebärdet. So war sie für Videoüberwachung an neuralgischen Orten des öffentlichen Raums. Im Hinblick auf die nationale Abstimmung über die Senkung des Umwandlungssatzes bei den Pensionskassen entschied sie sich ebenfalls für ein Ja. Und schliesslich gibt es Anliegen, welche die EVP spalten wie Moses das Meer: Dazu gehörten in letzter Zeit die Anti-Minarett-Initiative und die Frage, ob Ausländer auf kommunaler Ebene mitstimmen dürfen.
Angesichts dieser Bilanz stellt sich die Frage, ob die EVP in den letzten vier Jahren nach links gerutscht ist. «Tendenziell ja», sagt FDP-Fraktionspräsident Adrian Haas. «Aber in ihren Reihen gibt es alles, von abgehoben bis bodennah, von Gewerblern bis hin zu Weltverbesserern. Darunter sind einige gute Leute.» Die EVP sei keine Partei der Winkelzüge, sagt SP-Präsidentin und Grossrätin Irène Marti. «Wir arbeiten gut zusammen, die EVP ist aber eindeutig eine Partei der Mitte.» Auffällig sei, dass Redner der EVP in aller Regel gut Bescheid wüssten über ihre Dossiers.
Ob das der Partei aber einen weiteren Wahlerfolg bescheren wird, ist fraglich. Denn mit der BDP und den Grünliberalen buhlen gleich zwei neue Parteien, die sich das Etikett «Mitte» verpasst haben, um die Wählergunst. Bei den letzten Wahlen in der Stadt Bern eroberten die beiden Neuen auf Anhieb Sitze im Parlament, während die EVP Wähler verlor. «Die Mitte verteilt sich neu», sagt auch EVP-Präsident Gerhard Baumgartner. Prognosen seien schwierig. Dem stimmt Politologe Seitz zu: «Bis zu einem gewissen Grad stehen GLP und BDP der EVP vor der Sonne, bedrängen sie von links und rechts. Allerdings nehmen sie vor allem den grösseren Parteien Stimmen weg.» Verheissungsvoller wäre die Ausgangslage für die EVP mit ihrer eher kinderreichen Wählerschaft wohl, wenn sie dem Grossen Rat das Stimmrecht ab Geburt hätte schmackhaft machen können. Dieses hätten Eltern nämlich treuhänderisch für ihre Kinder verwalten sollen. Aber eben: Bei manchen Fragen steht die Partei allein auf weiter Flur. (Beitrag online)

Fünf Fragen EVP-Fraktionschefin Marianne Streiff

Welches ist derzeit das grösste Problem im Kanton Bern?
Der Finanzplan im Kanton Bern zeigt tiefrote Zahlen, ein Grossteil der Zusatzkosten fehlt darin noch, und die Steuererträge sind als Folge der Krise dramatisch eingebrochen. Steuersenkungsgelüste sind in dieser Situation verantwortungslos, und es ist absehbar, dass v.?a. Randregionen unter schmerzhaften Sparmassnahmen zu leiden hätten. Auf der Strecke bleiben auch antizyklische Investitionen in die Förderung nachhaltiger Projekte von Umwelt, Bildung und sozialer Sicherheit.

Wie will die EVP es lösen?
- Die EVP will ihre konsequente Finanzpolitik weiterführen. Sie bekämpft verantwortungslose Steuersenkungsfantasien weiterhin mit Vehemenz.
- Die EVP unterstützt die Anstrengungen der Regierung zur Verhinderung von neuen Schulden.
- Die EVP wird neue Ausgaben des Staates kritisch hinterfragen und nötigenfalls verhindern.

Welche Partei steht einer Lösung des Problems am meisten im Weg?
Die Parteiseilschaften, die mit unvernünftigen Steuersenkungsforderungen den Kanton weiter in Schwierigkeiten und Schieflage bringen.

Wie viele Sitze wird die EVP bei den Grossratswahlen erzielen?
Mindestens gleich viele wie jetzt (13). Je ein Sitzgewinn ist allenfalls im Berner Jura und im Emmental möglich.

Wie ist der Regierungsrat nach der Wahl parteipolitisch zusammengesetzt?
2 SP, 1 Grüne, 1 FDP, 1 SVP, 1 BDP, 1 EVP.

 

Grauholz Post 20.01.2010 / Münchenbuchsee

Tochter macht Vater Grossratssitz streitig

Nadine Löffel aus Münchenbuchsee ist im Wahlkreis Mittelland-Nord die jüngste Kandidatin für die Grossratswahlen.


Kräftemessen in Münchenbuchsee: Die noch 17jährige Nadine fordert ihren Vater Ruedi Löffel
bei den Grossratswahlen heraus. Sie kandidiert für einen der EVP-Sitze. Regula Zimmermann

Der Vater sitzt im Grossrat des Kantons Bern und die Mutter engagiert sich im Grossen Gemeinderat Münchenbuchsee. Klar, dass sich auch die vier Töchter für Politik interessieren. Die Idee, dass die noch 17-jährige Nadine für den Grossrat kandidieren könnte, hatte Vater Ruedi Löffel. «Nadine hat mich mit politischen Fragen gelöchert und mir morgens die Zeitung aus den Händen gerissen», erzählt er lachend. Nadine erklärt ihre Kandidatur so: «Ich möchte ein Vorbild für die jüngere Generation sein.» Vielleicht seien ihre Mitschüler am Gymnasium Hofwil beeindruckt und überlegten sich, auch aktiv in der Politik mitzuwirken.

Umwelt und Familie liegen ihr am Herzen
Nadine, die am 23. Februar ihren 18. Geburtstag feiert, rechnet sich nicht all zu grosse Chancen aus, am 28. März gewählt zu werden. Aber sie will Stimmen für ihre Partei holen. Wie ihre Eltern gehört sie der EVP an. Ihr liegen die Bereiche Umwelt und Familie am Herzen. «Es istwichtig, dass es Personen gibt, die diese in der Politik vertreten.» Kinder müssen nicht zwingend die gleiche Meinung haben, wie ihre Eltern. Ruedi Löffel erinnert sich an seine Jugend: «Meine Eltern waren in der SVP aktiv und wir hatten viele Auseinandersetzungen.» Seine Grundhaltung umschreibt er so: «Ich will meinen Töchtern Werte vermitteln, Entscheidungen müssen sie aber selber fällen.»

Name bringt nicht nur Vorteile
Ob der Name Löffel für Nadines Kandidatur von Vorteil ist, wird sich zeigen. «Einerseits ist es gut, wenn man den Namen kennt. Andererseits ist es ein Nachteil», sagt Nadine und schaut ihren Vater entschuldigend an. Ruedi Löffel hat sich mit Vorstössen wie «Stimmrechtsalter 0» oder «Schutz vor Passivrauchen» nicht nur Freunde gemacht.

Maturarbeit zum Thema Kandidatur
Die Kollegen der Hip- Hop-Tänzerin und Jungscharleiterin finden es cool, dass Nadine kandidiert. «Sie wollen mich wählen und sagen es auch ihren Eltern weiter.» Die jüngste Grossratskandidatin schreibt ihre Maturarbeit zu diesem Thema, sehr zur Freude ihrer Lehrerin. Als in Nadines Klasse «Stimmrechtsalter 16» behandelt wurde, hatte sie den Auftrag, dagegen zu argumentieren. «Sie war so überzeugend, dass sie mich fast umgestimmt hätte», erzählt Ruedi Löffel lachend. Er glaubt daran, dass seine Tochter mit ihrer kecken Art ihren Weg machen wird.

Nach dem Beispiel «Markwalder»
Wer weiss, vielleicht kickt sie ihren Vater aus dem Grossrat. Das hat es vor acht Jahren schon einmal gegeben. Christa Markwalder schnappte sich den Sitz ihres Vaters Hans-Rudolf. «Ich würde mich natürlich für dich freuen», sagt Ruedi Löffel zu seiner Tochter gewandt. Die Zeit als Grossrat sei für ihn aber nebst der Hochzeit etwas vom Besten, was ihm passiert sei. «Wenn man schon nicht die Welt verändern kann, dann wenigstens im Kanton etwas bewirken.» Was meint die Tochter zum Ganzen? «Ich würde dich würdig im Rat vertreten.» rzi.

 

Berner Zeitung 13.01.2010

Eine Grossrätin fängt klein an

Sie ist die jüngste Kandidatin für den Berner Grossen Rat. Die 18-jährige Nadine Löffel aus Münchenbuchsee ist mit der Politik aufgewachsen: Der Vater der «Höfu»-Gymnasiastin ist EVP-Geschäftsführer Ruedi Löffel.

Wird wohl sympathisch scheitern. (Bild: zvg)
Nadine Löffel: «Eine Kollegin hat gesagt, dass sie politisch anders denkt, mich aber trotzdem wählt.»

Frau Löffel, Sie werden am 23. Februar 18-jährig und sind damit die jüngste Kandidatin für den Grossen Rat. Sind Sie ein Wunder-oder ein Musterkind? Weder das eine noch das andere. Aber ich komme aus einer politisch sehr engagierten Familie.

Ruedi Löffel, der Geschäftsführer der EVP Bern, gilt nicht nur als Vater des Passivraucherschutzes, er ist auch ihr leiblicher Vater. Darum erstaunt es nicht, dass sich wenigstens eine seiner vier Töchter in diese Richtung entwickelt.

Sie haben keine Chancen, Grossrätin zu werden. Steigen Sie Papa zuliebe als EVP-Listen-Füllerin in den Wahlkampf? Nein. Ich unterstütze damit die EVP, die in meinem Wahlkreis Mittelland-Nord unbedingt ihre drei Sitze behalten will. Zugegeben, meine Wahlchancen sind bloss gering, aber ganz aussichtslos ist meine Kandidatur nicht.

Auf sicher haben Sie die Stimmen Ihrer Klassenkollegen am Gymnasium Hofwil. Ich hoffe es. Eine Mitschülerin hat gesagt, dass sie politisch anders denkt als ich, sich aber mir zuliebe bei den Grossratswahlen für mich entscheiden wird.

Sympathie ist das billigste Wahlkampfmittel. Wie viel Geld investieren Sie in Ihre Kandidatur? Ich beteilige mich zwar aktiv am Grossratswahlkampf der EVP. Weil ich noch kein Geld verdiene, kann ich mich finanziell nur wenig engagieren.

Grossräte verdienen jährlich etwa 15'000 Franken. Was würden Sie mit diesem hübschen Zustupf anstellen? Das weiss ich noch nicht. Vielleicht würde ich einen Teil für später aufheben.

Für den «Höfu» lernen könnten Sie während der Ratssitzungen. Das merkt niemand. Nein, das will ich nicht. Wenn ich gewählt würde, könnte ich auf das Verständnis der Gymerleitung zählen, müsste mir aber überlegen, ob ich ein Schuljahr anhängen soll.

Am Ende der vierjährigen Legislatur sind Sie 22 und ein anderer Mensch als heute mit 18. Wer Sie wählt, weiss nicht, wie Sie sich entwickeln. Alle Menschen verändern sich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich in vier Jahren vollständig andere politische Ansichten vertrete.

Diese Ansichten belegen Sie mit Ihrer Mailadresse. Sie endet auf jesus.ch. Dokumentieren Sie Ihre Religion auch sonst so plakativ? Ich will niemanden bekehren, aber ich stehe zu meinem Glauben. Ich will die Schöpfung schützen und erhalten, und ich möchte, dass die Politik mehr als bisher durch christliche Werte beeinflusst wird.

Welche Themen wollen Sie sonst noch besetzen? Nun, ich möchte, dass im Kanton Bern die Anliegen der Jugend stärker in die Politik einfliessen.

Tönt schwammig. Lassen Sie mir etwas Zeit. Ich bin Einsteigerin und müsste mich im Grossen Rat erst noch einarbeiten.
(Link zum Interview)

 

Medienmitteilung 06.01.2010

GROSSRATSWAHLEN Kanton Bern 28.03.10 - Wahlkreis Mittelland-Nord

Die EVP steigt im neuen Grossratswahlkreis Mittelland-Nord mit drei Listen in den Kampf um die 22 Parlamentssitze.
66 Kandidierende auf den Listen 1 (Stammliste), 2 (EVP Zukunft) und 3 (EVP Erfahrung) wollen mindestens zwei der drei bisherigen EVP-Sitze verteidigen.
Die drei bisherigen Grossräte Gerhard Baumgartner (EVP Kantonalpräsident, Ostermundigen), Niklaus Gfeller (Gemeindepräsident, Worb) und Ruedi Löffel („Vater“ der bernischen Passivrauchschutzes, Münchenbuchsee) treten alle zur Wiederwahl an.
Mit 28 Kandidatinnen kommt die EVP im Wahlkreis Mittelland-Nord auf einen Frauenanteil von 42,42%. Das Durchschnittsalter der 66 Kandidierenden beträgt 41 Jahre. Die jüngste Kandidatin (Nadine Löffel, Gymnasiastin, Münchenbuchsee) wird im Februar 18-jährig, der älteste Kandidat (Peter Röthlisberger, Landwirt, Rosshäusern) wird im April 67-jährig.

Danke für Ihre Unterstützung!

 

Berner Zeitung 27.10.2009; Grosshöchstetten

EVP so stark wie sonst nirgends

Seit Sonntag gilt Grosshöchstetten als EVP-Hochburg. Nirgends im Kanton Bern ist ihr Wähleranteil bei Gemeindewahlen höher. Die Partei hat in den letzten Jahren ihre Stellung kontinuierlich ausgebaut. Christian Liechti
SVP, SP und FDP haben in Grosshöchstetten einen Denkzettel kassiert. Absenderin ist die EVP, die bei den Gemeindewahlen vom Wochenende einen Wähleranteil von 28,14% erzielte. SVP (11,51%), SP (14,98) und FDP (16,11) mussten sich deutlich geschlagen geben.

Erfolge auf dem Land
Wie ein Blick in die Statistik der EVP zeigt, ist der Wähleranteil der Partei im Kanton Bern nirgends so hoch wie am Übergang vom Aare- ins Emmental. Ähnliche Spitzenresultate wie in Grosshöchstetten erzielten EVP-Politiker in den letzten Jahren auch im Berner Oberland, im Emmental und im Oberaargau (siehe Kasten). In der Agglomeration Bern hat Niklaus Gfeller gar das Gemeindepräsidium von Worb inne.

Ruedi Löffel wurde vom Wahlerfolg überrascht. (Bild: Adriana Bella)

«Aus den Socken gehauen»
EVP-Grossrat Ruedi Löffel ist seit zehn Jahren im Kantonalvorstand mit der Arbeit an der Parteibasis betraut. Löffel berät in seiner Funktion die Ortssektionen unter anderem im Hinblick auf Wahlen oder auf Neugründungen. «Das Resultat der Grosshöchstetter hat mich aus den Socken gehauen», sagt er. Löffel führt den Wahlerfolg besonders auf zwei Faktoren zurück: Erstens seien in Grosshöchstetten mit Martin Steiner und Susanne Schwarz Personen angetreten, die sich seit Jahren für das Gemeinwohl engagierten. Zweitens sei im Emmental das Potenzial von Wählerstimmen aus christlichen Kreisen gross. Tatsächlich: Neben der Evangelisch-reformierten und der Römisch-katholischen Kirchgemeinde sind mit der Freien Evangelischen Gemeinde (FEG), der Freien Missionsgemeinde (FMG) und der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) gleich drei Freikirchen in Grosshöchstetten ansässig.

Christliche Werte vertreten
Ruedi Löffel ist zudem auch davon überzeugt, dass «immer mehr Leute die Werte, die die Bibel vermittelt, in der Politik umsetzen wollen». Zu einer ähnlichen Einschätzung gelangt Politologe Georg Lutz. «Den Mitgliedern der EVP geht es nicht primär um ein politisches Programm, sondern darum, christliche Werte stärker in der Politik zu vertreten.» Weil die Zugehörigkeit zu einer Kirche nicht so schnell gewechselt werde wie die Mitgliedschaft in einer Partei, könne die EVP auf eine kontinuierliche Abstützung zählen. «Die Motivation bleibt», so Lutz.
Stimmen von überallher
Martin Steiner (EVP), der am Wochenende mit 648 Stimmen das beste Resultat aller Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten erzielt hat, ist überzeugt: «Ich habe nicht nur Stimmen aus kirchlichen Kreisen erhalten.» Querbeet sei die EVP-Liste unverändert eingeworfen worden.

Stellung stetig verbessert
Die EVP führt eine Statistik über Mitgliederzahlen und Wähleranteile bei kommunalen, kantonalen und nationalen Wahlen. Nach eigenen Angaben zählt die Partei im Kanton 1460 Mitglieder. Vor zehn Jahren waren es gut 900. Tritt ein Mitglied der Partei bei, will die EVP wissen, welcher Kirche es angehört. Wie die Statistik zeigt, zählt rund die Hälfte der Mitglieder zur Evangelisch-reformierten Landeskirche. Je rund ein Siebtel stammt aus der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMG) und aus dem Evangelischen Gemeinschaftswerk (EGW). Dies sind die EVP-Hochburgen bei Gemeinderatswahlen: Grosshöchstetten (Wähleranteil 28,1%), Frutigen (25,8), Hasle (23,6), Melchnau (23,2) und Lotzwil (22,4). Cho

 

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